……..Sommerpause, das ist jedes Jahr die Zeit wo die alten Spiele auf DVD wieder aus dem Schrank gekramt werden und wo man hofft das eine WM oder EM ins Haus steht. Dieses Jahr ist die Sommerpause zwar relativ kurz aber Fußball lose Zeit ist Fußball lose Zeit. Außerdem warten noch drei bis vier Testspiele drauf besucht zu werden, aber trotzdem eine dröge Zeit. Da kam der Weltmeisterschaftskampf in der Arena auf Schalke zwischen

Wladimir Klitschko und David Haye äh jetzt Ruslan Chagaev doch ganz gelegen um so ein Spektakel mal live zu erleben. Also hieß es an diesem Samstag morgen mal wieder auf ins Ruhrgebiet. Während der Fahrt klingelte mein Handy und ich wurde gefragt ob ich an die Vollsperrung vor Osnabrück gedacht habe. Vollsperrung?!?! Nö, aber das Schild

mitten im Stau bestätigte die Aussage. So dauerte die Fahrt heute mal eben eine Stunde länger als gewohnt.

Na das ging ja schon gut los. Punkt 18:00Uhr fuhr ich auf den angestammten Parkplatz der Heimspiele und spätestens da wurde mir klar das heute kein Fußball ist. Leute im Sakko, Frauen im kurzen schwarzen Kleid und hoch hackigen Schuhen auf unserem Parkplatz bedeuteten anderes Publikum wie sonst. Kurz vor der Arena stand ein nettes Mädel mit einem Schalker Unser äh nö einem Klitschko Programm für 5€!!!

in der Hand. Daneben wurden T-Shirs für 20€ verkauft. Vor der Arena wurden die Besucher auch nicht besser. Hier traf sich glaube ich das alles was in der Unterwelt Rang und Namen hat. Die Preise lagen heute auch in einer anderen Klasse. Bier,Cola,Fanta 0,4Liter für 3,90€. Der Innenraum war heute komplett Bestuhlt.

In der Mitte stand ein Ring und an den Seiten gab es kaltes und warmes Essen

für die Besucher die zwischen 500 und 900€ bezahlt haben und nicht wie ich 20€ für einen Stehplatz. Gegen 19.04Uhr gab es einen ersten kleinen Vorkampf und um 04min. vor acht gab es den ersten Showact des Abends an. Es ist die Band „The Boss Hoss“ Die Lautsprecher sind an ihrem Limit angekommen, die Nordkurve feuert wie in der Bundesliga lautstark an und die eigens für den Fight in Gelsenkirchen installierte Lichtanlage

in der Veltins-Arena tut ihr Übriges. Ein unvergesslicher Abend beginnt. Nach der Musik wurden uns noch drei weitere eher langweilige Vorkämpfe geboten und Oliver Pocher bemühte sich mit seinen eher flachen Witzen die Stimmung nach oben zu bringen. Um kurz vor 23.00Uhr steht die Band „Mando Diao“ auf der Bühne vor der Nordkurve um mit ihrem Chartbreaker „I wanna dance with somebody“ das Publikum auf den Kampf einzustimmen. Als Wladimir Klitschko um 22.58 Uhr Uhr in die mit 61.000 Zuschauern bis auf den letzten Platz ausverkaufte Arena ein läuft, kocht die Stimmung auf den Rängen über.Weltrekord-Kulisse für einen Box-Kampf in der Halle (das Stadiondach war geschlossen). Die Scheinwerfer sind nur auf ihn gerichtet.

Doch trotz der Lautstärke in der Halle wirkt „Dr. Steelhammer“ in seinem roten Mantel unter den Klängen seiner Einlaufhymne „Can’t stop“ von den Red Hot Chili Peppers hoch konzentriert. Als Ringsprecher-Legende Michael Buffer den Fight zwischen Klitschko und seinem Gegner Ruslan Chagaev ansagt, läuft es allen Beteiligten in der Veltins-Arena eiskalt den Rücken herunter. Ein Feuerwerk

sorgt für akustische und optische Effekte

, man versteht sein eigenes Wort nicht mehr. So etwas hat die meisten Besucher zuvor wohl noch nie gesehen. „Let’s get ready to the rumble“ – es geht los. Nach einer ruhigen ersten Runde

sorgte Klitschko für das erste Highlight, als er Chagaev in Runde zwei mit einer Links-Rechts-Kombination auf die Bretter schickte. „Mach ihn alle, box ihn aus der Halle!“, schallt es von den Rängen. In der Folge dominierte der Titelverteidiger mit seiner Führhand

und gezielt eingestreuten harten Rechten zum Kopf von Chagaev. Dieser hatte ab der siebten Runde einen Cut über dem linken Auge, hielt sich aber dennoch tapfer. Ringrichter Cotton beendete den Kampf in der Pause zur 10. Runde. In Runde neun hatte Klitschko Chagaev mit einem Schlaghagel an den Seilen eingedeckt. „Knockout auf Schalke“ – das Motto hält.

„Glück auf und vielen, vielen Dank“, rief Wladimir Klitschko uns nach dem Triumph zu: „Ich habe mir niemals erträumt, in diesem wunderschönen Land vor 60.000 Zuschauern zu kämpfen.

Ich bin überglücklich. Ruslan hat alles gegeben, aber ich war besser.“ Für Chagaev, der nach zuvor 25 Siegen und einem Unentschieden, war es seine erste Niederlage. Gegen kurz nach zwölf ging es Richtung Auto mit der Erkenntnis, Fremdgehen auf Schalke kann man mal machen, muss man aber nicht……..
Glück auf
„der Schalker“
Schlagworte: Boxer, Boxkampf, Can´t stop, David Haye, Dr. Steelhammer, Fremdgehen, I wanne dance with somebody, Knockout auf Schalke, Let’s get ready to the rumble, Mando Diao, Michael Buffer, Oliver Pocher, Red Hot Chilli Peppers, Ruslan Chagaev, Schalke, Sommerpause, The Boss Hoss, Wladimir Klitschko