wir versauen euch die Meisterschaft. Mein Motto der heutigen Fahrt. Berlin Berlin wir fahren nach Berlin….das ist im Moment einer der meist gehörten Sprüche wenn ich mich hier oben in der nähe von Bremen über Fußball unterhalte. Als Schalker hat man da im Moment auch nicht wirklich viel entgegen zu setzen außer das WIR im Moment noch der letzte deutsche UEFA-Cup-Sieger sind. Für uns ging es trotzdem heute nach Berlin, wenn auch nur darum um den Berlinern die Meisterschaft zu versauen. Berlin ist immer eine Reise wert und so begann mein Tag heute morgen um 4:30 Uhr in Wilhelmshaven von wo aus ich ziemlich verschlafen mit dem Auto erst mal zu mir nach Weyhe fuhr. Umziehen, Rucksack packen und mit Kutte und Fotoapparat bewaffnet ging es von da aus zum Bahnhof nach Kirchweyhe. Mit dem Niedersachsenticket ging der ersten Teil der heutigen Etappe über Bremen nach

Hamburg. Die heutige Fahrt stand unter dem Motto: „Mit der Schalker Filiale Hamburg in die Hauptstadt“. Auf dem Bahnsteig in Bremen traf ich Arndt, einen ebenfalls aus dem Ruhrgebiet zugezogenen Schalker. Auch er war auf dem Weg nach Hamburg zum Berliner Tor, von wo aus die Filiale heute zum ersten mal einen Bus einsetzte. Also ging es von nun an zu zweit mit dem Metronom nach Hamburg. Im Zug wurde erst mal gefrühstückt, ein Hanuta

und einen Kaffee

aus dem Automat für 1€ !!! Da kann sich die Deutsche Bahn mal ein Scheibe von abschneiden. Um 8:06 Uhr Ankunft in der freien und Hansestadt Hamburg. Vom Hauptbahnhof aus war es nur noch eine Station mit der S-Bahn zum Berliner Tor von wo aus um 9:00 Uhr der Bus abfahren soll. Pünktlich um 9:04 Uhr ging es mit 40 Personen los. Dabei die üblichen Verdächtigen
Das Bier im Bus kostete das gleiche wie der Kaffee im Zug, also Fan freundliche Preise. Da es im Bus keinen CD-Player gab, hieß es die nächsten 270km erst einmal Radiosender-Hopping. Kurz hinter der Landesgrenze von Mecklenburg Vorpommern wurde von Lutz das Schalker Musikrepertoire mit Hilfe eines Megafons eröffnet. Kamen da etwa Heimatgefühle auf ? In Bandenitz (LK Ludwigslust) wurden die letzten vier Mitfahrer eingesammelt. Kurz vor der ersten offiziellen Pause wurden die Witze von unserem Busfahrer genau so flach wie die Landschaft. Mitten in dieser idyllischen Gegend haben wir unserer Pause eingelegt. Von der Filiale gab es käuflich zu erwerbende Frikadellen

oder wie man in anderen Teilen von Deutschland sagt: Bulette, Fleischpflanzerl, Gehacktesbällchen, Hacktätschli oder Fleischkrapfen um alle Mitfahrer zufrieden zu stellen. Die Pause wurde von einem Fotoshooting mit Fanclub-Fahnen


beendet und weiter ging es gen Osten. Jetzt war die Busbesatzung gesättigt und wach so das wir kurz vor Parchim eine mir bekannte Auswährtsfahrtstimmung im Bus erreicht hatten. Unterbrochen wurde das Singen immer nur wieder von Frank, der seine merchandising Artikel versuchte an den Mann und die Frau zu bringen.

Ich sag nur Schal, Fahne, Mütze hier nur 5€
Als besonderes Highlight gab es das Modell vom Schalker Filiale Bus, was aber durch den „Witz an Witz aus Schalter des Busfahrers“ heute eher ein Ladenhüter blieb. Kurz vor Berlin hatten wir unterirdisches Niveau erreicht. Lutz mit dem Megafon und der Busfahrer mit dem Mikrofon diskutierten lautstark über Thailand. Als wir gegen 13:04 Uhr die Stadtgrenze von Berlin erreichten und der Busfahrer uns allen ernstes klar machen wollte das das Motorrad vor uns eine russische BMW sei, hat wohl auch der letzte Antialkoholiker im Bus ein Bier in der Hand. Da wir mit der Ortskenntnis unseres Kutscher in der Hauptstadt wohl alles gefunden hätten außer das Olympiastadion waren wir sehr froh als sich die Staatsmacht

kurzerhand vor unseren Bus klemmte und wir bis hinter das Stadion auf einen Parkplatz geleitet wurden.

Im Stadion traf man auf alle Bekannten die einen die ganze Saison Kreuz und Quer durch Deutschland und Europa begleitet haben . Von der Stimmung und der Choreographie

der Berliner im seit Wochen ausverkauften Olympiastadion wollten die Herthaner wohl wirklich Meister werden. Auch der Gästeblock war Stimmungstechnisch sehr gut vertreten, was nicht zuletzt der Tatsache zu schulden war, das die Ultras sich diesmal in den Oberrang gestellt hatten

und so quasi hinter dem Schalker Anhang die Stimmung machten. Damit hat, im Gegensatz zum letzten Spiel in Berlin, der gesamte Gästeblock eine geile Stimmung verbreitet. „Das Spiel des Lebens“ hat Herthas Routinier Pal Dardai das Spiel gegen Schalke 04 genannt. Denn für Hertha ging es um die Meisterschaft für uns seit dem letzten Mittwoch gegen Stuttgart nur noch um die Ehre. Das ganz große Spiel war es dann doch nicht. 0:0 gegen Schalke,

die Tore fielen auf den anderen Plätzen, nach dem Abpfiff wussten die Hertha-Fans zunächst nicht so recht, ob sie nun jubeln sollten oder nicht. Dann griff Kapitän Arne Friedrich zum Mikrophon und rief: „Ihr seid der zwölfte Mann. Nächstes Jahr holen wir für euch die Meisterschaft.“ Auch Marko Pantelic bedankte sich, wurde bejubelt und hatte eine Träne im Auge. Einzig bei uns wurde das Ergebnis mit dem alten Klassiker von Frank Zander, nur nach Hause gehn wir nicht, in um gedichteter Form gefeiert: „Nur die Schale, nur die Schale, nur die Schale kriegt ihr nicht……“Tja, so ist das wohl wenn man sich die letzten Jahre in allen Stadien der Bundesliga anhören muss, ihr werdet nie Deutscher Meister. Dann darf mal wohl auch mal ein bisschen Schadenfroh sein wenn man einer anderen Mannschaft diesen Traum vermasselt hat. Um Punkt 18:30 Uhr waren alle wieder wohlbehalten am Bus und wir traten die Heimreise vom letzten Bundesliga-Auswärtsspiel der Saison 2008/2009 an. Die Stimmung im Bus war wirklich gut

und nach der ersten Pause im Mecklenburger Nichts, waren auch die letzten Frikadellen unter die Leute gebracht… Ziemlich müde aber zufrieden haben wir (nach dem sich unser Kutscher mal wieder verfahren hat,diesmal in Hamburg) um ca. 23:00Uhr das Berliner Tor in Hamburg erreicht. Hier war für die meisten Mitfahrer die Fahrt zu Ende. Für mich ging es mit Andy, Frank, Arndt und einem Haufen leerer Bierkisten zu erst mal Frank und das Leergut zu ihm nach Hause. Danach ging es für uns drei zurück nach Weyhe, Brinkum und Syke. Durch die fast schon obligatorische Autobahn Vollsperrung in Höhe Sittensen dauerte die letzte Etappe noch mal anderthalb Stunden, so das ich nach über 21 Stunden auf den Beinen um kurz nach halb zwei in meinem Bett sofort ins Reich der Träume geglitten bin. Erst einmal geht an dieser Stelle ein großer Dank an die Organisatoren der Fahrt, die Schalker Filiale Hamburg, an alle Mitfahrer das die Stimmung so war wie sie gewesen ist, kein Danke geht an den Busfahrer. Und ein ganz besonderer Gruß geht an dieser Stelle an Sandra, die Weltbeste kleiner Feigling verteilende Mitfahrerin memory of Mc Schepper und Mc Rumpel.
Glück auf
„der Schalker“
Mai 25, 2009 um 6:28 |
Schön, dass du wieder da bist
Juni 20, 2009 um 7:53 |
Interessante Fotoreportage!
September 3, 2009 um 2:31 |
netter Tagesablauf:) und gute Fotos muss ich sagen