Das dritte Spiel im UEFA-Cup bescherte uns ein Heimspiel gegen den Englischen Vertreter Manchester City, den Verein wo irgendwann mal Dietmar Harmann hingegangen ist. Für dieses Spiel wurde ein Topzuschlag erhoben,welcher auf dem Spielfeld zu keiner Phase des Spiels gerechtfertigt erschien. Trotz der Entfernung, der Uhrzeit und des relativ unattraktivem Gegner ging es pünktlich um kurz vor vier mit sieben Leuten Richtung Gelsenkirchen. Bis auf zwei unnötige Pinkelpausen gestaltete sich die Fahrt relativ unspektakulär, so das wir um kurz nach sechs den letzten freien Parkplatz bei MC Donald´s ergatterten. Bei leichtem Nieselregen und Ährwin im Arm ging ins Stadion. Andy musste leider erst mal draußen bleiben da sein Kumpel mit den Karten noch in der nähe von Lüdenscheid im Stau stand. Das ich wie versprochen den Ährwin wieder mitgebracht habe,
wurde im Block mit ungläubigem Staunen zur Kenntnis genommen. Die heutigen Erwartungen an das Duell
mit den Engländern waren nach dem Spiel am Samstag sehr hoch. City, das auch ohne seinen Superstar Robinho eine starke Elf aufbot,
war vor dem Anpfiff unterstellt worden, mit den Gedanken eher beim anstehenden Derby gegen den Lokalrivalen Manchester United als beim UEFA-Cup zu sein. Die Schalker begannen engagiert vor 54.142 Zuschauern
und setzten den Tabellen elften der Premier League gleich mal unter Druck. Dieses Gefühl man hat eine Chance dauerte genau zwanzig Minuten. Ab dann riss der Schalker Faden. Fred Rutten hatte vor dem Spiel lange Bälle untersagte und wollte statt dessen mehr spielerische Aktionen sehen. Fehlanzeige. Die Schalker leisteten sich einen eklatante Fehler nach dem nächsten. Eine wahre Pannenserie führte in der 32.min schließlich zum Rückstand.
Kuranyi verlor unnötigerweise den Ball, Rafinha ließ Sturridge laufen. Dieser ging an Westermann vorbei, Engelaar ging nicht konsequent genug in den Zweikampf und fälschte die Hereingabe nur leicht ab. Den Höhepunkt lieferte sich allerdings Pander, der am Fünfmeterraum den Ball Richtung Seitenlinie klären wollte. Dummerweise stand da aber Mwaruwari, der den Ball locker ins leere Tor schoss. Unglaublich, in so einer Situation muss man den Ball nur ins Aus, zur Ecke oder auf die Tribune pfeffern aber nicht vor die Füße vom Gegenspieler. Note 5 bis 6!!! Auch nach der Halbzeitpause wurden die Schalker nicht besser.
Was wird da eigentlich in der Pause besprochen? Die nächsten Möglichkeiten der Engländer wurden von Neuer abgewehrt. Erst in der 66.min machte Manchester alles klar,
Ireland spielte den Ball zu Mwaruwari, sein Schuss wurde abgeblockt und sprang dabei zurück zu Ireland und der schob den Ball einfach unter Neuer durch. Nun war auch die Geduld der Fans am Ende und die zahlreichen Patzer und der Alibi-Fußball wurden mit Pfiffen bestraft. Spätestens jetzt war klar: Auf dem Rasen hat keiner den Willen das Spiel noch zu drehen und in der Arena hat keiner mehr Hoffnung. Was für eine peinlich Vorstellung!!! Jetzt war der Zeitpunkt erreicht wo die Ultras ihren Dienst quittiert haben.
Totenstille in der Donnerhalle. Lediglich 3000 Engländer
waren zu hören. Im weiten Rund wurden immer mehr Plätze frei und aus der Südkurve schwappten die ersten “Müller raus” Rufe zu uns rüber. Wie ein Lauffeuer ging es durch die Arena so das zum Schluss das ganze Stadion am Brüllen war. Von den Ultras kam noch ein zaghaftes “Wir woll´n euch kämpfen sehen” aber das ist bei den Profis nicht angekommen. Das Spiel der blauen wurde von Minute zu Minute schlechter. Die beste Situation in der zweiten Halbzeit brachte die englische Stadionsprecherin zustande als sie die City Fans aufforderte nach dem Spiel die Straßenbahn zu nehmen, der letze Satz war “you ManU-Fans“. Entsetzen und tumultartige Szenen spielten sich ab jetzt im Gästeblock ab. Na ja, wir möchten auch in England nicht als Borussen beschimpft werden. 5 min. später meldete sich die Dame noch mal mit „A big Apology” und “my biggest mistake ever!“.
Spätestens jetzt war bei uns die Schmerzgrenze überschritten und aus dem Suportersblock folgten Gesänge wie “Oh wie ist das schön” und “Finale oho”. Bei uns im Block wurden weiße Taschentücher immer mehr und wir waren uns alle einig das das Spiel der Bremer in Famagusta gestern gar nicht so schlecht war. Von der Mannschaft kamen gerade einmal drei Spieler in die Kurve um sich von den letzten tapferen Fans zu verabschieden. Für Ährwin war es also heute das letzte Spiel in der Arena. Nach dem Spiel haben wir von Andy erfahren, das er die erste Halbzeit vor dem Stadion an einer Bierbude verbracht hat. Sein Kumpel kam erst pünktlich zur zweiten Halbzeit. Der Arme, obwohl hat er was verpasst? Die Rückfahrt verlief ohne Probleme und um 23:30Uhr war der vorletzte UEFA-Cup Abend in diesem Jahr vorbei.
Glück auf
“der Schalker”









Dezember 16, 2008 um 10:22 |
[...] Boa wat warn die schlecht……..oder Alibi-Fußball… « Geschichten vom … [...]
Dezember 26, 2008 um 11:37 |
Hallo Schalker !
ich wünsche dir und deiner Familie ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein gesundes glückliches neues Jahr
Liebe Grüße Tiffy
Januar 16, 2009 um 1:34 |
Leider gefall mir nur das erste Bild… Die andere sind einfach schrecklich.. ;(