Heute feiert Klaus Täuber seinen 50. Geburtstag. Täubers Karriere begann bei der SpVgg Erlangen. Für 30 000 Mark holte der Club ihn und seinen Bruder Jürgen 1976 nach Nürnberg. Täuber absolvierte von 1976 bis 1978 33 Zweitligaspiele für den Club, in denen ihm 11 Treffer gelangen. Von 1978 bis 1981 spielte er 18mal in der Erstligamannschaft und schoss dabei 4 Tore. In der Saison 1979/80 kam der Lieblingsschüler von Zapf Gebhardt 28mal in der zweiten Liga zum Einsatz und erzielte 9 Tore. Im Herbst 1978 hatten er und sein Bruder Jürgen Glück im Unglück, als ihr Wagen auf der Fahrt zum Training unverschuldet in einen schweren Unfall verwickelt wurde und Totalschaden erlitt. Klaus musste die Zunge genäht werden, Jürgen hatte eine Platzwunde an der Stirn. Kurz darauf erlitt Täuber nach einem Zusammenprall mit Peter Stocker im Training einen Kieferbruch. Allerdings war er an Verletzungen gewöhnt. Im Verlauf seiner Karriere musste er zuvor bereits zwei Schien- und Wadenbeinbrüche und einen komplizierten Bänderriss verkraften. Ein denkwürdiges Datum während seiner Zeit beim Club war der 19. Mai 1979: Nürnberg schlägt die Bayern mit 4:2, Klaus Täuber trifft zum 1:0 gegen Sepp Maier. Nach seiner Zeit beim Club spielte Täuber bei den Stuttgarter Kickers, wohin er zuerst ausgeliehen und dann verkauft wurde. Ab 1983 folgte dann seine Zeit bei Schalke 04.
Täuber rackerte auf dem Platz und kämpfte, er pflügte quasi den Rasen um. Unvergessen, mit welcher Wucht er den Ball bei seinen Treffern in die Maschen hämmerte. Ebenso unvergessen, sein Wille, immer spielen zu wollen. Ich mag mich jetzt irren, aber ich meine es war gegen Bayern München, Täuber hatte eine Oberschenkelverletzung, mit der er eigentlich gar nicht hätte spielen können. Aber der harte Hund biss die Zähne zusammen, spiele 90 Minuten mit einem komplett bandagierten Oberschenkel durch.
Nach seiner Schalker Zeit führte der Weg ihn 1987 zu Bayer 04 Leverkusen. Dort holte er den Uefa-Cup, erzielte sogar im Finale den entscheidenden Elfmeter zum Sieg. Trotzdem erlang er dort nie den Kultstatus, den er bis heute in Nürnberg und vor allem auf Schalke hat.
Ein Trainingsunfall im November 1988 zwang den „Boxer“ schließlich in die Knie. Er zerfetzte sich die Bandscheibe zwischen dem fünften und sechsten Halswirbel und musste die Fußballschuhe in die Ecke stellen.
Nach dem Karriereende schlug er die Trainerlaufbahn ein und betreute den FC Rhade, Jahn Regensburg und die Amateure des FC Schalke 04, wo er sogar einen eigenen Fan-Club hatte. 2002 wurde sein Vertrag in Gelsenkirchen jedoch nicht mehr verlängert. Im Mai 2004 übernahm Täuber den Oberligisten Schwarz-Weiß Essen. Sein Vertrag dort lief 2006 aus. Im Februar 2007 übernahm er dann den VfB Hüls.
Glück auf
“der Schalker”
Schlagworte: 50. Geburtstag, Bayer 04 Leverkusen, Bayern München, Boxer, FC Rhade, Jahn Regensburg, Klaus Täuber, Nürnberg, Schwarz-Weiß Essen, Sepp Maier, SpVgg Erlangen, Stuttgarter Kickers, Uefa-Cup, VfB Hüls, Zapf Gebhardt

Februar 28, 2009 um 7:29 |
Klaus:
Mein Gott! Bist Du schon 50? Seit lange nichts von Dir gehört. Trotzdem gratuliere.
Bill